So, nachdem ich ja vor 2 Wochen schon von meinem Hexenschuss berichtet habe, ist mir nun folgendes passiert: letzte Woche habe ich das Training wieder aufgenommen, erst Brust/Bizeps, dann Beine/Schultern und dann sollte kommen: Rücken/Trizeps....
Habe Rückentraining letzten Freitag angefangen (nachdem ich gerade vom Tod eines sehr nahestehenden Menschen erfahren hatte, dachte Training hilft). Aufwärmen, Aufwärmsätze Kreuzheben, Arbeitssätze Kreuzheben, keine Problem (alles sehr konzentriert und vorsichtig). Dann vorgebeugtes Rudern, 1 und 2 Satz wunderbar, 3 Satz KNACKS, mega Schmerzen unten links im Rücken, das war's. Seitdem habe ich echt üble Schmerzen und Probleme beim Bewegen. Arzt hilft leider gar nicht: 1 oder 2 Wochen krank schreiben und ins Kastenbett + Voltaren, nee Danke!
Und jetzt meine Plan, hierzu würde ich gerne Eure Meinug hören:
Woche 1: gar nichts machen, Rücken schonen
Woche 2: Ergometer-Training, jeden 2. Tag 35-45 Minuten
Woche 3: Wiederaufnahme Training mit verändertem Rückentraining
Mein normales Rückentraining sieht derzeit so aus:
- Kreuzheben
- vorgebeugtes Rudern im Stehen
- Latziehen zur Brust
- einarmiges KH-Rudern auf Bank abgestützt
Ich wollte dies dann für ca. 3-4 Wochen so abändern, um den unteren Rücken einerseits zu entlasten, andererseits zu fordern/stabilisieren:
- Rudern sitzend am Seilzug
- Latziehen zur Brust
- einarmiges KH-Rudern auf Bank abgestützt
- Hyperextensions.
Was haltet Ihr von dieser naja halben "Selbsttherapie" und dem für diese Zeit geänderten Plan?
hallo.
also meine meinung ist das die gesundheit vorgeht...ich würde es erstmal mit dem training lassen und ne rückenschule (kurs) besuchen.
mit sowas ist nicht zu spaßen.
besser laaaaange pause als kreuz ganz im A.....
trotzdem gute besserung.
Eigentlich hast Du nur 2 Möglichkeiten:
a) Du suchst einen guten Arzt auf, der Dich ggf. an einen Physiotherapeuten überweist, wo das ganze unter Aufsicht hingebogen wird. Damit fällst Du zwar einige Zeit im Training aus, hast aber die Gewähr, daß am Ende der Schaden weg ist, worauf Du wieder leicht beginnen kannst um dann wieder zu steigern.
b) Du probierst eine Eigentherapie und siehst, was Du Dir zumuten kannst und was nicht. Das kann gut gehen, muss aber nicht. Letztlich würde Dir ein Arzt vermutlich davon abraten, es sei denn, Du hast einen, der sich mit dem Bodybuilding auskennt und vielleicht selbst trainiert, der Dich hier gezielt beraten kann.
Die Entscheidung kann Dir keiner abnehmen. Deswegen sage ich hier auch nicht, was ich tun würde.
ABER:
Wenn Du vom Langhantelrudern einen Hexenschuss bekommst, dann riecht das für mich ziemlich nach einer schlechten Technik. Hier solltest Du unbedingt mal jemanden suchen, der Dich da überprüft und ggf. korrigiert. Gerade durch die vorgebeugte Haltung ist die Belastung des unteren Rückens beim LH-Rudern enorm, da ist korrekte Technik extrem wichtig.
Gute Besserung!
Danke für Eure Kommentare! Besonders letzteres von BamBam werde ich natürlich berücksichtigen. Ohne mich rausreden zu wollen: in der Vergangenheit wurde meine Technik immer für OK befunden (wobei Profis wie Du todsicher eine Menge auszusetzen haben werden...), dennoch werde ich dies komplett prüfen und korrigieren lassen!
Allerdings würde ich nicht das Rudern selber als ursächlich für den Hexenschuss bezeichnen. Den hatte ich ja schon vorher und habe nur nicht lange genung gewartet, bis er besser wurde, bevor ich wieder trainiert habe. Beim Rudern wurde er dann nur wieder schlimmer. Selbst Schuld? Ja, offensichtlich. Unvernünftig? Auch... Und nun?
Ich denke ich warte echt noch diese Woche ab (ohne etwas sportliches zu machen) und suche mir dann doch einen kompetenten Orthopäden! Vernunft sollte hier ja tatsächlich siegen.
Dennoch würde mich aber nur vom Grundsatz her interessieren, ob die Veränderung des Trainings in Euren Augen sinnvoll wäre..? Für die Zeit einer sicheren Wiederaufnahme des Trainings...
Danke & Grüße !
So, nachdem ich mich jetzt eine weitere Woche mit extremen Schmerzen gequält habe und überhaupt nichts besser wurde (und ich dementsprechend immer mehr Trainingsrückstand aufbaue....

), habe ich morgen einen Termin bei einem Sport-Orthopäden. Ich denke mal das wird das vernünftigste sein.
Bitte drückt mir mal die Daumen das es nicht so wild ist und ich bald wieder ins Training einsteigen kann....
So, nachdem ich mich jetzt eine weitere Woche mit extremen Schmerzen gequält habe und überhaupt nichts besser wurde (und ich dementsprechend immer mehr Trainingsrückstand aufbaue....

), habe ich morgen einen Termin bei einem Sport-Orthopäden. Ich denke mal das wird das vernünftigste sein.
Bitte drückt mir mal die Daumen das es nicht so wild ist und ich bald wieder ins Training einsteigen kann....
Ich drück dir alle Damen, dass der Orthopäde dich schnellstmöglich fit kriegt!
War selbst in meiner Kindheit 2 Jahre in Rückenterapie und das hat geholfen.
Also wie du siehst die bringen auch dich schnell flott 
Trag sorge zu dir.
Ja, das ist sicher das vernünftigste. Ich drück Dir jedenfalls auch die Daumen.
So, "Wirbelblockade" durch den Arzt beseitigt, Diclofenac gegen die daraus resultierende Entzündung, 2 Wochen Pause vom Gewichtstraining (Cardio ist erlaubt), noch mal Kontrollbesuch beim Arzt und dann: gib ihm wieder!! Warum bin ich Depp denn bloss nicht eher zum Doc gegangen?
Ursache für die Blockade ist eine muskuläre Disbalance im Lendenwirbelbereich (!!), hervorgerufen durch eine ganz leichte Skoliose.
Sagt mal, habt Ihr so etwas schon einmal gehört? Wie sollte man denn da vom Trainingsplan her drauf reagieren (bisher Kreuheben, vorgebeugtes LH-Rudern im Stehen, Latziehen zur Brust, einarmiges KH-Rudern)? Bin dankbar für jeden Tip und/oder Erfahrungsbericht...
Hallo,
ins Rückentraining unbedingt dynamische Komponenten mit Einbauen. Viele Ruder- Übungen einarmig ausführen, das hilft zusätzlich zum stabilisieren.
Dynamische Übungen für den Rückenstrecker:
Rotationsmaschine (hoffentlich in deinem Studio vorhanden)
Rückenstrecken (Hyperextensions), aber Variante wo die Hüftknochen noch am Polster aufliegen, und dann vom Brustkorb her nach unten regelrecht einrollen und wieder aufrollen, so dass der Rückenstrecker dynamisch arbeitet.
Beim normalen Rückenstrecken, wie man es meistens sieht, ist das Problem das es hauptsächlich eine Glutaeus und Beinbizepsübung ist. Der Rücken bleibt ja unbewegt und gerade, wie auch bei Kreuzheben.
Dadurch werden aber die kleinen Muskeln des Rückenstreckersystems, welche gerade und quer zwischen den Dorn - und Querfortsätzen der Wirbelkörper verlaufen nicht genügend angesprochen. Diese sind es aber gerade, die für die Stellung der Wirbelkörper verantworlich sind.
Deshalb ab und zu mal solche Übungen, dann bekommst Du hoffentlich in Zukunft keinen "Hexenschuss" mehr.
Ich hatte auch letztens eine "Wirbelblockade" im unteren Rückenbereich. Passiert ist das ganze, als ich eine KH in ziemlich dämlicher Position nach hinten (im Sitz) abgelegt habe.. Der Schmerz war auch ziemlich stechend in dem Moment.
Ich hatte am nächsten Tag Schmerzen beim Sitzen und bin allerdings erst ca. 8 Tage später zum Doc (der übrigens früher Arzt beim 1. FC Bayern München war).
Der Arzt hat mir die Wirbelblockade wieder erfolgreich "entklemmt" und zeigte mir eine Art Dehnübung, mit der man diese Blockade bei erneutem Auftreten selbst wieder beseitigt. Die Übung habe ich tatsächlich auch noch mal anwenden müssen (hatte der Arzt mir jedoch prophezeit) und habe seitdem keine Probleme mehr gehabt !
Also ein guter Arzt ist echt Gold wert
Falls einer die Übung erklärt haben möchte, kurze Info !