Bodybuilding-Forum von BamBams Corner

Normale Version: Braucht der Sport ein Anti-Doping-Gesetz?
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Gimli schrieb:

Hulk schrieb:

No.49 schrieb:
Ich bin der Meinung das es gerade Kraftsportlern (ich meine nicht unbedingt nur Wettkampfsportler) nicht verboten werden sollte wenn sie VERANTWORTUNGSBEWUSST damit umgehen. Das klingt total einfach oder? Aber leider lässt sich daraus so leicht kein Gesetz machen. Ich weiß, das war nicht gerade konstruktiv aber ich wollte nur mal meine Meinung  loswerden. Zwinker


Na, ich weiß nicht ob ein verantwortungsbewußter Umgang mit den Dopingmitteln überhaupt ein Thema sein kann.

Ganz falsch ist das, was No.49 sagt, nicht.
In Deutschland wird ja auch zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit Zigaretten, Junkfood oder Alkohol aufgerufen. Aber je mehr eine Ware an Steuergeldern in die Kassen spült, um so seltener wird da von Missbrauch geredet oder die Ware schlicht verboten, obwohl es natürlich Zigarettenmissbrauch und Junkfood-Missbrauch gibt.


In anbetracht der Tatsache, daß alleine hier im Forum immer wieder Joungsters auftauchen, welche sich über den verantwortungsbewußten Umgang mit Anabolika etc. informieren wollen, weil sie den Stoff sogar schon angeboten bekommen haben, lehne ich jegliches Propagieren vom verantwortungsbewußten Umgang mit diese Mitteln ab. Der Profibodybuilder kann evtl. noch verantwortungsvoll damit umgehen, nicht jedoch der naive, zielstrebige 16 jährige. Die Grenzen verschwimmen hier derart, daß ich dazu nur ein klares NEIN abgeben kann.

Zitat:
Ich bin der Meinung das es gerade Kraftsportlern (ich meine nicht unbedingt nur Wettkampfsportler) nicht verboten werden sollte wenn sie VERANTWORTUNGSBEWUSST damit umgehen.


Verantwortungsbewusst damit umgehen? Dazu müsste bei den meisten erst einmal der VERSTAND überprüft werden.
Hinzu käme die Beschaffungsproblematik.Der Spitzensportler wird in der Regel auch Spitzenprodukte erhalten zuzüglich medizinischer Betreuung. Otto-Normalpumper greift dann eher auf "Badewannenmixturen" zurück...
Scheissthema(iBoxerch rege mich schon wieder auf..)

Gruß
M-TOP

Hulk schrieb:
In anbetracht der Tatsache, daß alleine hier im Forum immer wieder Joungsters auftauchen, welche sich über den verantwortungsbewußten Umgang mit Anabolika etc. informieren wollen, weil sie den Stoff sogar schon angeboten bekommen haben, lehne ich jegliches Propagieren vom verantwortungsbewußten Umgang mit diese Mitteln ab.

Kinder und Jugendliche können mit nichts verantwortungsvoll umgehen. Das liegt in der Natur der Sache. Und ich propagiere auch keinen verantwortungsvollen Umgang. Ich misstraue progagierenden und agitierenden Leuten zu tiefst, gerade wenn sie den verantwortungsvollen Umgang mit irgendwas fordern. Denn letzteres hat meisten nur einkommenstechnische Gründe für die Agitatoren.

Ich bin der Meinung dass es jeder selber wissen muss, ob er stoffen will oder nicht - da braucht es kein Gesetzt dass irgendwas verbietet.

Klar könnte man jetzt sagen dass gerade Anfänger noch nicht wissen was sie sich da eigentlich antun (können) wenn sie stoffen. Aber seid mal ehrlich, ich denke auch der blutigste Anfänger weiß, dass Doping gesundheitsschädlich ist.

Und auch wenn es tatsächlich vollkommen Ahnungslose geben sollte denen von irgendwelchen Typen irgendein zusammengepanschter Stoff angedreht wird... ich wüsste nicht wie man so etwas verhinden sollte ohne anderen (z. B. Leuten die schon ewig trainiern und an ihre naturalen Grenzen gestossen sind und es jetzt mit Stoff probieren wollen) dabei an den Karren zu fahren.
Wenn ich die Beiträge so durchlese, stolpere ich immer wieder über das Wort VERANTWORTUNG.
Villeicht ist das ja irgendwo die Antwort auf die ursprüngliche Frage des Threads.
Verantwortung schafft man nicht durch das Einführen von Gesetzen.
Killer, Bankräuber, Hurenböcke, Dealer,....gab es doch schon immer und kein Gesetz hat sie wirklich stoppen können.
Ein Mann der Geschichte mit einem kleinen schwarzen Schnautzer, dessen Leben wohl 1945 endete, sagte mal, Gesetze und Abkommen werden gemacht um gebrochen zu werden. Da ist was wahres dran, weil man die Natur der Menschen nicht durch Gesetze verändern kann.
Daher sage ich nun einfach:
Gesetz weg, offene Aufklärung her.
Ich sehe es es genau so wie die meisten hier:
Wenn erfahrene BB sich dopen wollen ist das ihre sache!
Ber es kann einfach nichtr sein das irgendwelchen Jugendlichen von den Dealern weis gemacht wird das diese Wundermittelchen 0 Nebenwirkungen haben und ihnen ohne etwas zu tun weiterhelfen... den rest kennt ihr ja!
Und ich denke nicht das ein Sportler für seinen Eigenbedarf riesige Menge an Steroiden rumliegen hat.
@ Merlin ich sehe das nicht so es wissen wirklich viele nicht was ihnen das Zeug alles kaputt machen kann! versetz dich doch mal in die lage von so nem Anfänger: Kommt da so en Kleiderschrank rein erzählt ihm das er nie was wird wenn er des nich nimmt unso weiter ... vll noch das er nur eine Kur gemacht hat und jetzt so aussieht... is doch ganz klar das die Jugendlichen dann das zeug kaufen viele von denen wissen vll das es en par pickel gibt un des wars aber oftmals schon!
Und zu den BB die an ihre Grenzen gestoßen sind bei denen könnte man ja so eine Grenze ziehen mit der Menge
Ehrlich gesagt denke ich nicht dass es recht viel bringen würde die Leute über die Risiken besser aufzuklären.
Das ist genauso wie mit den Rauchern, jeder Raucher weiss dass es nicht gesund ist was er macht. Aber er hofft halt insgeheim doch dass es gerade ihn nicht erwischen wird.

Merlin schrieb:
Das ist genauso wie mit den Rauchern, jeder Raucher weiss dass es nicht gesund ist was er macht. Aber er hofft halt insgeheim doch dass es gerade ihn nicht erwischen wird.

Ist das so?

Ich hab irgendwie einen anderen Eindruck. Viele Leute, die schon lange rauchen, würden gerne aufhören, schaffen es einfach nicht aufgrund des Suchtpotentials.
Und bei den jungen Einsteigern ist es so, daß sie sich über solche Sachen keine Gedanken machen. Einem Jugendlichen kann man gar nicht vermitteln, was für Spätfolgen möglich sind oder daß es die Lebenserwartung verkürzt. Er hält sich sowieso für unkaputtbar.

Dennoch habe ich den Eindruck, daß der Nichtraucherschutz und damit auch die Eindämmung des Rauchens langsam besser wird. Wenn man irgendwann in Gaststätten, Discotheken und co. nicht mehr rauchen darf und es allgemein "uncool" wird mit der Kippe rumzustehen, dann wird auch der generelle Konsum sinken. Tut er ja auch, wenn man sich die Absatzzahlen der Tabakindustrie anschaut.

Also bringt eine Gesetzgebung oder der Versuch, die Einstellung der Leute zu ändern doch etwas. Natürlich keine schnellen Ergebnisse, aber man muss bei so etwas ohnehin langfristig denken.

Dir Frage ist nur, wie man so etwas auf die Dopingproblematik im Breitensport anwenden könnte? Das, was im Internet derzeit als "Aufklärung" propagiert wird, ist ja in der Regel eher eine Werbe- und Verkaufsveranstaltung.

Insofern ist der Ansatz, daß der Besitz größerer Mengen unter Strafe gestellt wird ja auch kein Anti-Doping-Gesetz, sondern eines gegen die Hintermänner und hier besonders die, die den Massenmarkt beliefern.

Hulk schrieb:
Stimme ich zu 100% zu, wir bewegen uns im Profisport mehr und mehr auf den Wegen, wie wir sie auch in der Politik finden...wird das Volk nur noch belogen und betrogen, wird man müde- schon beim Hinsehen- will nicht wissen, wie hoch die Zuschauereinbusen in diesem Jahr bei der Tour de France sind!  
Und diesen Trend wollen die Verbände stoppen.


Wir sollten uns vielleicht mal fragen warum dass so ist, dass Spitzensportler anfangen zu dopen. Die Leute (Zuschauer) wollen immer neue Rekorde, ohne diese wäre der Spitzensport doch langweilig. Irgendwann ist dann da auch mal die naturale Granze erreicht und wenn da einer änfängt zu dopen macht es der Rest auch, weil es halt auch immer um sehr viel Geld und Ansehen geht.
Es sind also die Zuschauer, die als erstes aufschreien wenn ein neuer Dopingskandal durch die Zeitungen geht, nicht ganz unschuldig.
Ich denke hier nimmt das Bodybuilding auch wieder eine andere Rolle ein, ein Bodybuilder fängt, denke ich, an zu dopen, weil er sich selbst verbessern will. Er nimmt es nicht unter Druck wie Athleten aus anderen Sportarten.

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