Bodybuilding-Forum von BamBams Corner

Normale Version: Braucht der Sport ein Anti-Doping-Gesetz?
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Irgendwo muss ich euch allen eine gewisse Richtigkeit zugestehen!
Wenn wir die Gesetze verschärfen wird dies in Punkto Angebot und Nachfrage nichts ändern, ausser das die Preise steigen.

Die welche jedoch Stoff einsetzen wollen werden es weiterhin tun.
Also was würde es denn bringen? Ich sag mal nichts ausser das eine Person wie Gimli auf einmal ein Stoffer wäre.

Also soll jeder selber entscheiden was er machen will, denn sie werden eh nich auf das Gesetz achten!!!

Das einzige was dabei unfair ist, all die die Drogen nehmen und damit absichtlich ihren Körper zerstören müssten selber für die Genesungskosten aufkommen und nicht das Kollektiv!

Greez Bruno
Ich hab länger drüber nachgedacht,mich aber dafür entscheiden "keine eindeutige Meinung" zu haben. Ich habe einfach keine Erfahrungen und stecke auch viel zu wenig in der Materie als das ich darüber urteilen könnte.

Trotzdem habe ich zu dieser Gesamtthematik `ne Meinung:

Ich bin der Meinung das es gerade Kraftsportlern (ich meine nicht unbedingt nur Wettkampfsportler) nicht verboten werden sollte wenn sie VERANTWORTUNGSBEWUSST damit umgehen. Das klingt total einfach oder? Aber leider lässt sich daraus so leicht kein Gesetz machen. Ich weiß, das war nicht gerade konstruktiv aber ich wollte nur mal meine Meinung loswerden. Zwinker
Ja, da geb ich dir recht.

Ich finde das was Bruno ansprach ist auch schwierig. Soll man der Gemeinheit zumuten für Leute aufzukommen, die sich selbst mit Drogen oder mit Dopingmitteln kaputt gemacht haben?

Schwer...aber durchaus denkbar, dass es das nicht mehr geben wird. Frage ist nur wie will man genau feststellen dass es durch die Drogen etc kam.

Bruno78 schrieb:
Also was würde es denn bringen? Ich sag mal nichts ausser das eine Person wie Gimli auf einmal ein Stoffer wäre.

Nein, ich bin durch so ein Gesetz eben kein Stoffer, da ich hier nur eine Packung habe, und die wegen einer Schilddrüsenunterfunktion auch brauche.

Das perverse ist: Die Frage, ob ich mit dem Medikament sträflichen Missbrauch betreibe, stellt sich erst, wenn ich irgendwelche fremddefinierten Voraussetzungen erfülle, die mich zum "Sportler" machen.

Wäre ich ein träger, übergewichtiger Sport-Hasser, ist es egal und legal, ob ich und dass ich eine Packung Schilddrüsenhormone besitze.

Treibe ich hingegen Sport, bin ich mit einer Packung Schilddrüsenhormone noch nicht kriminell.

Das ist abartig!

Nachtrag, um es zu illustrieren:

Egal = Weiße Weste
Kriminell = Schwarze Weste
Noch nicht kriminell = Grau

No.49 schrieb:
Ich bin der Meinung das es gerade Kraftsportlern (ich meine nicht unbedingt nur Wettkampfsportler) nicht verboten werden sollte wenn sie VERANTWORTUNGSBEWUSST damit umgehen. Das klingt total einfach oder? Aber leider lässt sich daraus so leicht kein Gesetz machen. Ich weiß, das war nicht gerade konstruktiv aber ich wollte nur mal meine Meinung  loswerden. Zwinker


Na, ich weiß nicht ob ein verantwortungsbewußter Umgang mit den Dopingmitteln überhaupt ein Thema sein kann.
Verantwortungsbewußt würde bedeuten, daß jegliche Einnahme von Dopingsubstanzen keine gesundheitsschädlichen Nebenwirkungen hätten. Zudem kommt der faktor der unreinen Stoffe. Da Doping nun mal keinem Qualitätssiegel oder TÜV unterstellt ist, weiß man doch letztlich nie ob die Substanz den rein und gesundheitlich unbedenklich ist.
'Verantwortungsvoll' beginnt meiner Meinung nach bei Eigenverantwortung und endet in der Verantwortung gegenüber meinen Mitstreitern, meiner Familie, dem Ansehen meines Sportes und auch der Allgemeinheit in Form der Krankenkassen.
Von einem verantwortungsvollem Umgang mit Doping zu sprechen halte ich für völlig unmöglich.

Wer stofft der stofft wer nicht der nicht fertig.. ist und sollte jedem selber überlassen was er mit sich anstellt.

roB- schrieb:
Wer stofft der stofft wer nicht der nicht fertig.. ist und sollte jedem selber überlassen was er mit sich anstellt.

Ich glaube nicht, dass dieses geplante Gesetz irgendwas mit "jedem" zu tun hat. Also mit den vom Spiegel-Magazin geschätzen 500.000 bundesweit dopenden Mitgliedern von Studios, oder den 21% der in norddeutschen Studios Trainierenden, die Boose 1998 in seiner Untersuchung als Stoffer eruiert hat. Solche Leute wären mit einer Suchtberatung besser bedient als mit einem Gesetz, dass sie kriminalisiert.

Ich schätze, bei dem Anti-Doping-Gesetz geht es um Geld. Verbände und Sportindustrie haben einbußen, wenn Spitzensportler wegen Dopings disqualifiziert werden. Der Ruf leidet, die Werbeumsätze gehen zurück. Es geht um Profi(t)-Sport, nicht um den x-beliebigen Deppen im Fitness-Studio, der seine Gesundheit kaputtmacht. Wäre es anders, hätte die Politik schon längst reagiert und nicht erst nach den Skandalen bei der Tour de France. Denn das Phänomen der dopenden Hobbysportler ist seit Jahren bekannt.

Zitat:
Ich schätze, bei dem Anti-Doping-Gesetz geht es um Geld. Verbände und Sportindustrie haben einbußen, wenn Spitzensportler wegen Dopings disqualifiziert werden. Der Ruf leidet, die Werbeumsätze gehen zurück. Es geht um Profi(t)-Sport, nicht um den x-beliebigen Deppen im Fitness-Studio, der seine Gesundheit kaputtmacht. Wäre es anders, hätte die Politik schon längst reagiert und nicht erst nach den Skandalen bei der Tour de France. Denn das Phänomen der dopenden Hobbysportler ist seit Jahren bekannt.


Richtig Gimli!
Es geht meines Erachtens nur um das liebe Geld.
Man stelle sich mal folgendes vor:Alle deutschen Sportler sind sauber.
Werden aber nun regelmäßig bei internationalen Wettkämpfen auf die hinteren Plätze verdrängt, da es andere Nationen es mit den Dopingbestimmungen nicht so genau nehmen. Das Geschrei der einzelnen Verbandsfürsten wird laut werden..sehr laut.
Gruß
M-TOP

Hulk schrieb:

No.49 schrieb:
Ich bin der Meinung das es gerade Kraftsportlern (ich meine nicht unbedingt nur Wettkampfsportler) nicht verboten werden sollte wenn sie VERANTWORTUNGSBEWUSST damit umgehen. Das klingt total einfach oder? Aber leider lässt sich daraus so leicht kein Gesetz machen. Ich weiß, das war nicht gerade konstruktiv aber ich wollte nur mal meine Meinung loswerden. Zwinker


Na, ich weiß nicht ob ein verantwortungsbewußter Umgang mit den Dopingmitteln überhaupt ein Thema sein kann.

Ganz falsch ist das, was No.49 sagt, nicht.
In Deutschland wird ja auch zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit Zigaretten, Junkfood oder Alkohol aufgerufen. Aber je mehr eine Ware an Steuergeldern in die Kassen spült, um so seltener wird da von Missbrauch geredet oder die Ware schlicht verboten, obwohl es natürlich Zigarettenmissbrauch und Junkfood-Missbrauch gibt.

Gimli schrieb:

roB- schrieb:
Wer stofft der stofft wer nicht der nicht fertig.. ist und sollte jedem selber überlassen was er mit sich anstellt.

Ich glaube nicht, dass dieses geplante Gesetz irgendwas mit "jedem" zu tun hat. Also mit den vom Spiegel-Magazin geschätzen 500.000 bundesweit dopenden Mitgliedern von Studios, oder den 21% der in norddeutschen Studios Trainierenden, die Boose 1998 in seiner Untersuchung als Stoffer eruiert hat. Solche Leute wären mit einer Suchtberatung besser bedient als mit einem Gesetz, dass sie kriminalisiert.

Ich schätze, bei dem Anti-Doping-Gesetz geht es um Geld. Verbände und Sportindustrie haben einbußen, wenn Spitzensportler wegen Dopings disqualifiziert werden. Der Ruf leidet, die Werbeumsätze gehen zurück. Es geht um Profi(t)-Sport, nicht um den x-beliebigen Deppen im Fitness-Studio, der seine Gesundheit kaputtmacht. Wäre es anders, hätte die Politik schon längst reagiert und nicht erst nach den Skandalen bei der Tour de France. Denn das Phänomen der dopenden Hobbysportler ist seit Jahren bekannt.



Stimme ich zu 100% zu, wir bewegen uns im Profisport mehr und mehr auf den Wegen, wie wir sie auch in der Politik finden...wird das Volk nur noch belogen und betrogen, wird man müde- schon beim Hinsehen- will nicht wissen, wie hoch die Zuschauereinbusen in diesem Jahr bei der Tour de France sind!  
Und diesen Trend wollen die Verbände stoppen.

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