Bodybuilding-Forum von BamBams Corner

Normale Version: Arzt vs. Sportwissenschaftlerin --> Wer hat Recht?
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Die Zeiger meiner Uhr standen beide auf 19 Uhr. Wir waren im Hotel, und immer um dieselbe Uhrzeit stand das Essen auf dem Plan, ein leckeres Fünf-Gänge-Menü, dass für mich jedoch zugegebenermaßen etwas dürftig ausfiel. Der Ober reichte uns das aux oevre und die Mägen sollten sich aberbald füllen. Der Wein tat sein übriges dazu, dass aus dem fröhlichen Beisammen sein ein Gaumenschmauss per excellénce werden würde.
Nach dem Dessert machten dann die Zigarren einiger der Anwesenden, mich natürlich nicht einbezogen, Bekanntschaft mit prachtvollen Sturmfeuerzeugen mit Goldüberzug.
Als der Wein dann langsam seine Wirkung entfaltete begann eine heisse Diskussion über Dies und Jenes. Unsere Unterhaltung beinhaltete Themen über Politik, der Gesellschaft und das vorzügliche Essen in diesem ***** Hotel. Es herrschte Einigkeit über alle Themen, bis dann meine Schwester sich ein Glas Cola Light bestellt hatte. Mein Vater, ein angesehener Doktor der Allgemeinmedizin, schmunzelte und meinte, dass sie sich ruhig normale Cola hätte bestellen können, da Cola Light ebenfalls, durch den enthaltenen Süßstoff, Kalorien enthalten würde wie normale Cola.
Das war der Punkt an dem ich, eine auch mittlerweile - zumindest in meinem Bekanntenkreis - anerkannte Sportwissenschaftlerin mich zu Wort meldete. Ich wusste nicht ob der Wein an der Unswissenheit meines Vaters Schuld hatte, oder ob es nur daran lag, dass er in seinem Studium mehr ab- als anwesend war. Mein Vater untermauerte seine Behauptung, dass die Cola Light enthatlenen Süsstoffe ebenfalls Kalorien aufweisen als Beispiel nannte er "Phenylalanin". Dieser Bestandteil, soll laut ihm eine hohe Kalorienmenge enhalten. Darauf hin erwiderte ich, dass die Weltmarke Cola, doch keine so drastische Täuschung des Verbrauchers machen könne, indem sie als als Nährwertangabe 0,2 kcal pro 100 ml als Information für den Verbraucher auf die Packung abdrucken.
Die Diskussion war heftig am Laufen, bis sich dann auch noch meine Mutter, die das Gespräch bis dato nur mit ihren Augen - die sich abwechselnd von links nach Rechts bewegten, je nachdem wer von uns gerade das Wort hatte, verfolgte. Sie stimmte natürlich sofort ihrem Ehegatten zu und meinte ebenfalls, dass die Packungsinformationen den Verbraucher nur Täuschen sollen und dass Cola Light ebenfalls, wie mein Vater es schon sagte, Kalorien in hohem Maßen enthält.
Meine Mutter meinte dann noch zusätzlich, dass Frauen ja hauptsächlich Cola Light trinken würden - und trotzdem fett seien.
Ich verdrehte nur die Augen, und erwiderte, mit schon leicht genervter Stimmlage, dass doch nicht Cola Light bzw. Cola für das dick-sein verantwortlich ist sondern allgemein die Ernährung und die sportliche Aktivität.
Mein Vater und meine Mutter bestanden jedoch felsenfest auf Ihren Behauptungen, und als Krönung will mir mein Vater noch beweisen, dass er Recht hat... da bin ich ja mal gespannt!
Als die Stimmung durch die hitzige Diskussion dann langsam getrübt war, schlug ich einen Selbsttest vor:
Ich würde bis Weihnachten jeden Tag zusätzlich 5 Liter Cola unter der Annahme von ceteris paribus, also bei sonst gleichbleibenden Bedingungen, zu mir nehmen Cheers und feststellen ob ich zu nehmen würde oder nicht.
Hier endete die Diskussion dann nur noch mit einem kühlen Grinsen der Beteiligten und wir gingen zu Bett.

Was glaubt ihr? Wer hat Recht? Mein Vater, der meint dass die Süßstoffe in Cola Light, Pepsi LIght... trotz kcal Angaben von 0,2/100ml viel mehr Kalorien enthalten als zugegeben?

Oder ich, die meint dass die Packungsinformationen richtig seien und das Süßstoffe keine nennenswerten (0,2 kcal) enthalten?

Ich danke schon mal im voraus
Dein Vater hat erstmal recht. Der Süßstoff in Cola Light hat auf 100 Gramm genausoviele Kalorien wie normaler Zucker, ABER die Süßkraft von Aspartam (der Süßstoff in Cola Light) ist 180x höher als der von Zucker. Ergo muss weniger verwendet und man hat wesentlich weniger Kalorien.

Die Nährwertangaben der Cola Light sind also Korrekt.

Gruß
Stephan
Coca Cola light ist ja auch nicht ganz unbedenklich

http://www.medizinauskunft.de/artikel/ge...partam.php

Hulk schrieb:
Coca Cola light ist ja auch nicht ganz unbedenklich

http://www.medizinauskunft.de/artikel/ge...partam.php


Das Gerücht, dass Aspartam krank macht, gibt's schon Jahrelang. Ich glaube das wird immer wieder nur neu aufgewühlt.

Siehe hier:
http://www.tu-berlin.de/www/software/hoa...rtam.shtml

PS: Von dem beschriebenen Heißhunger konnte ich bis jetzt noch nichts bemerken...

6(sic)6 schrieb:
[
Das Gerücht, dass Aspartam krank macht, gibt's schon Jahrelang. Ich glaube das wird immer wieder nur neu aufgewühlt.

Siehe hier:
http://www.tu-berlin.de/www/software/hoa...rtam.shtml


nun 6(sic)6, bevor Du von Gerüchten redest, solltest Du mal schauen, aus welchem Munde welche Behauptung kommt- und vorallem, wer etwas von seiner Behauptung hat...die Wissenschaftler, und das sind zahlreiche profitieren nicht unbedingt von ihrer Behauptung, die Lebensmittelindustrie sehr wohl.
Als meine Frau sich nach einer längeren zuckerfreien Diät mal ein Cola light einpfiff, bekam sie gleich danach förmliche Vergiftungserscheinungen...Schweißausbrüche, Übelkeit,...- das war auch der Grund, warum wir uns über den Süßstoff informierten und auf viele gleichartige Berichte gestoßen sind die unabhängig voneinander verfasst wurden- obwol ich niemand bin, der deshalb auf alle Lebensmittelettiketten schaut, bin ich mir sicher, daß das Aspartam nicht ohne ist.
Gruß Hulk

Naja, die TU-Berlin würde ich durchaus als seriös einstufen und nicht als Sprachrohr der Industrie. Sicherlich seriöser als eine Pseudo-Medizin-Infoseite, die nur wieder die gleichen Vorwürfe wie schon immer bringt.

Und eine Wirkung von Aspartam auf den Insulinspiegel und damit Blutzuckerspiegel existiert leider nicht. Eine sehr gute und seriöse Studie hab ich dazu neulich mal gepostet, wo man das komplett nachlesen konnte. Alleine, daß dies auf der Medizinauskunft.de-Seite falsch dargestellt wird, disqualifiziert das ganze schon an sich.

Hier nochmal die Studie
Hier noch was zum Thema Aspartam und Krebs

Zitat:
Genotoxicity and carcinogenicity

The available mutagenicity and long-term carcinogenicity studies on aspartame were
recently reviewed by AFSSA (2002). AFSSA noted that:

“Aspartame is not genotoxic in a reverse mutation test on S. typhimurium, in
two chromosome aberration tests in vivo on somatic cells and in Rodentdominant lethal test on germ cells (JECFA, 1980). Recently, two studies have
confirmed the absence of clastogenic potential (Durnev et al., 1995;
Mukhopadhyay et al., 2000) of the compound.”

The AFSSA report also noted:

“Trocho et al., (1998) demonstrated that aspartame, radio-labelled on the
methanol, induced in the liver stable DNA and protein adducts. According to
these authors, the accumulation of these adducts after repeated administration
of aspartame could pose problems of toxicity and carcinogenicity in the long
term. Besides the fact that aspartame at high doses has never induced liver
cancer in rats, Trocho's studies did not identify the radioactivity found in the
proteins and DNA. Consequently, the formation of adducts of formaldehyde
on the proteins and nucleic acids from aspartame, in vivo, remains to be
proved (Tephly, 1999).”

As regards the long-term studies, the AFSSA report noted that:

“In a carcinogenicity study on CD-1 mice (FDA, FR 1981), aspartame
administered in feed at doses of 1, 2 and 4 g/kg bw/day for 110 weeks, showed
no carcinogenic potential.”

“Three carcinogenicity studies were conducted in Sprague Dawley and Wistar
rats. In the first study (1973), post-weaning Sprague Dawley rats were fed
doses of aspartame corresponding to 1, 2, 4, 6/8 g/kg bw/day for 104 weeks
(6/8 i.e. dose of 6 was increased during the study to 8 g/kg bw/day). In the
second study (1974), male and female Sprague Dawley rats, from a two-
generation study, were exposed during gestation, lactation and after weaning
for 104 weeks, to doses of 0, 2 and 4 g/kg bw/day in their food. The results of
these two studies have been widely discussed by the scientific community and
the regulatory authorities (FDA). In the first study, the incidence of brain
tumours in the treated animals was higher than in the control animals but
without any dose-response relationship. In contrast, in the second study the
incidence of tumours in the treated rats was lower than in the control group.
For these reasons, a third study was conducted under conditions of Good
Laboratory Practice in order to ensure the reliability of the experimental data.
In this third study (Ishii, 1981), groups of male and female Wistar rats were
given doses of aspartame of 0, 1, 2, 4 g/kg bw/day for 104 weeks. Under these
conditions, aspartame did not cause any increase in the incidence of brain
tumours.”

AFSSA concluded as follows on carcinogenicity:

“Taking into account all the studies that have been conducted, the frequency of
spontaneous tumours in laboratory rats, the types of tumours observed and the
absence of a dose-response relationship, it was concluded that aspartame had
no carcinogenic potential on the brain in experimental animals (FDA FR,
1981-1984; Koestner, 1984; Cornell et al., 1984; Flamm, 1997).”


Das stammt von der Europäischen Kommission für Gesundheit und Verbraucherschutz.

BamBam schrieb:
Hier noch was zum Thema Aspartam und Sicherheit, auch das Thema Krebs wird angesprochen:


Ja wo denn? Fehlt da der Link oder bin ich doof? Nachdenk

...

Nun isses da Thumbs

wenn ich nach Aspartam google, finde ich derart viele negative Berichte aus unterschiedlichen seriösen Quellen...sorry, da muß was dran sein- allerdings, werde auch ich wie gesagt jetzt nicht alle Lebensmittel auf den Stoff hin aussuchen, weil dies schlicht und ergreifend nicht möglich ist. Und Aspartam ist nur einer von vielen Lebensmittelinhaltsstoffen die nicht unbedenklich sind, und die wir täglich zu uns nehmen...in einer Studie über überlebensfähige und resistente Lebewesen steht der Mensch immerhin auf Platz zwei, gleich nach der KakerlakeMahlzeit

noch ein Link
http://www.zentrum-der-gesundheit.de/ia-...stoff.html

Hulk schrieb:
...
Als meine Frau sich nach einer längeren zuckerfreien Diät mal ein Cola light einpfiff, bekam sie gleich danach förmliche Vergiftungserscheinungen...Schweißausbrüche, Übelkeit,...


Klingt für mich eher nach den Nebenwirkungen von zuviel Koffein. Wenn ich zuviel Kaffee trinke hab ich exakt dieselben Symptome.

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