22.11.2007, 17:26
zwergerl schrieb:
Hier steht ja die Frage im Vordergrund was stärker zählt: die Freiheit der Kunst oder Persönlichkeitsschutz, um es frei zu sagen. Bei Katz und Maus seh ich das jedoch ganz anders: irgendwo am Anfang des Buches bearbeitet sich die Hauptperson, ein junger Bursche selbst auf einem Schiff. Diese Stelle ist in dem Buch absolut überflüssig, sie erfüllt keinen Zweck. Anders bei der Belchtrommel: das Verhältnis von Oskar zu dem Mädel macht Sinn.
Ich gebe zu: Ich habe vor Jahren mal einen Grass angefangen, ihn gelangweilt in die Ecke gelegt, und nie wieder das Bedürfnis verspürt, ein Buch von ihm zu lesen. Nobelpreis hin oder her. Aber ich bin mir sicher, dass ihm irgendwas schlaues einfallen würde, um die Onanie in "Katz und Maus" als handlungswichtig und zugehörig zu rechtfertigen. 
