Zurück im Studio
Jetzt halten mich nicht wenige im Studio für völlig übergeschnappt - ich trainiere wieder. Seit 10 Tagen bin ich wieder am Eisen und es geht erstaunlich gut. Von so einem Brustabriss lasse ich mich nicht unterkriegen.

Auch wenn ich die linke Seite meines Oberkörpers nicht nutzen kann, ich habe immer noch einen rechten Arm und Beine, also habe ich mir einen Trainingsplan zusammengestellt, mit dem ich den Rest belasten kann. Die Empfehlung dazu kam von Dr. Ritsch, dem Arzt, der mich zusammengeflickt hat. Also wird der Arm vor dem Training besonders straff fixiert, um ihn nicht doch unbewusst einzusetzen und anschließend der Oberkörper einseitig trainiert, sowie die Beine, soweit es ohne Armeinsatz geht. Das Ziel ist, auf diese Weise auf die Muskulatur einen bestmöglichen Erhaltungsreiz zu setzen, um die Pause mit möglichst wenig Substanzverlust zu überstehen. Dabei wird über den Cross-Effekt auf ein leichter Reiz auf die Körperpartien gegeben, deren Training derzeit nicht möglich ist.

Nachdem ich anfangs mit einem Ganzkörpertraining erst einmal probiert habe was möglich ist und festgestellt habe, daß ich zumindest 2 Übungen pro Muskelgruppe problemlos ausführen kann, habe ich mich entschlossen einen 2er-Split zusammenzustellen, den ich seit dieser Woche an 4-5 Tagen pro Woche durchziehe.

Einheit 1:
1. Supersatz Beinstrecker + Beinpresse liegend
2. Supersatz Beinstrecker + Hackenschmidt-Maschine
3. Beincurls stehend
4. Beincurls sitzend
5. Wadenheben stehend
6. Bankdrücken einarmig Maschine
7. Cable-Cross einarmig
8. Supersatz Bizepsmaschine einarmig + KH-Curl einarmig
9. Kabel-Curls einarmig


Einheit 2:
1. Rudern Maschine einarmig
2. Latziehen einarmig
3. Seitheben einarmig
4. Frontheben einarmig
5. Seitheben hintere Schulter einarmig
6. Supersatz Trizepsdrücken einarmig am Kabel + einarmig über Kopf
7. Trizepsdrückem einarmig am Kabel im Untergriff
8. Klappcrunches quer über eine Bank (schwer zu beschreiben)
9. Bauchpressen

Je Übung 3 Sätze, Wiederholungsbereich je nach Möglichkeit. Das Problem ist hier eher das maximale Gewicht, daß in einarmig noch stabiler Ausführung möglich ist, schließlich kann ich mich mit dem anderen Arm nirgendwo festhalten. Im Zweifel arbeite ich bei den Übungen mit Supersätzen oder auch Höchstkontraktionen, um geringeres Gewicht nehmen zu können, dabei aber trotzdem maximale Intensität zu erreichen.

Der Effekt ist erstaunlich. Auch wenn der Pump-Effekt kein Maßstab für ein effektives Training ist, so ist er doch ziemlich intensiv, was sich leicht durch die niedrigeren Gewichte, dadurch aber maximale Technik und Konzentration auf die trainierte Muskulatur erklären lässt. Außerdem verschafft es natürlich auch Befriedigung, da man nicht zu einem Leben als Couch-Potatoe verdammt ist.

Schaun mer mal, was am Ende übrig bleibt, wenn die Armschlinge weg ist und das Training wieder umfassender gestaltet werden kann. Ich halte Euch auf dem Laufenden...
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